Kropfgazellen, Egrets, Schlammvulkane und Lezginka

Am Samstag sah ich u.a. Persische Kropfgazellen und Egrets im Shirvan National Park. Ich schloss mich einer ca. 20-köpfigen Gruppe aus Baku an und wir fuhren gemeinsam dort hin. Vor Ort spazierten wir etwas durch den Park, aber unsere Gespräche hatten sicherlich die meisten wilden Tiere verscheucht bevor wir sie sahen. Unser Park-Aufseher witzelte vermutlich, wenn ich ihn richtig verstand, als er meinte die eine Vogelart würde ganz gut schmecken. Fast mitten in der Pampa, an einem Haus in der Nähe eines Sees rasteten wir, tranken Tee und aßen in Öl gebacken/gebratene? Fischhäppchen. Der Koch gab mir gleich den Fischkopf, und meinte der wäre ganz gut.

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Figure 1: Persische Kropfgazelle

Auf dem Rückweg hielten wir in der Nähe von Qobustan an und wanderten zum Krater eines Schlammvulkans. Aus dem Krater floss sehr langsam Schlamm, er hatte ungefähr einen Durchmesser von 2 m und alle ca. 30 s stieg eine Blase auf. Neben dem Hauptkrater gab es dann noch viele weitere kleinere Nebenkrater aus denen auch Schlamm heraus spritzte oder floss.

Am Sonntagfrüh gegen 7 Uhr fuhr ich bei einer anderen Gruppe mit zum Şahdağ Milli Parkı. Amil organisierte die Tour und lud mich ein. Die Busfahrt dauerte ungefähr 3 Stunden, verging aber sehr schnell, weil Amil Gruppenspiele moderierte. Bei der ersten Pause aß ich Schaschlik, bei der zweiten gab es Tee, Brot, Eier mit Honig und Joghurt. Im Skigebiet hielten wir uns dann für ca. 4 Stunden auf. Es war alles sehr neu. Am Skiverleih und Ticketverkauf waren ziemlich viele Menschen. Auf den Skipisten waren die Bedingungen meiner Meinung nach optimal, weil ich an den Liften überhaupt nicht warten musste, die Aussicht bis aufs Kaspische Meer und auf den Shahdag (4243 m) genießen konnte und die Schneebedingungen für mich sehr gut waren. Ich war schon sehr lange nicht mehr Ski-Abfahrt fahren, weil ich in den letzten Jahren lieber skatetete oder klassisch fuhr. Skilanglauf macht mir etwas mehr Spaß, weil ich dabei im Gegensatz zum Skiabfahren ins Schwitzen komme, mehrere Muskeln und u.a. das Herz-Kreislauf-System besser trainieren kann. Auf der Rückfahrt legten wir noch einmal eine Teepause ein. Dort, wo wir auch zum Mittag aßen. Es war ein relativ großer Saal mit vielen Tischen, die zunächst noch leer waren. Der gesamte Saal füllte sich dann plötzlich, als einige weitere Busse hielten. Gegen 17 Uhr wurde das Hauptlicht ausgeschalten, die Musik und das Diskolicht ging an und fast alle Menschen eilten auf die Tanzfläche. Wir tanzten dann ca. eine Stunde lang bis das Hautplicht wieder anging. Alle verließen dann zügig das Gebäude zu den Bussen und fuhren wieder weg. Auf der Tanzfläche konnte ich dann erstmals den Lezginka-Tanz ausprobieren und hatte somit endlich mal wieder eine kleine Sporteinheit, die mir in den letzten Wochen ziemlich fehlte. Ungefähr gegen 21 Uhr waren wir dann wieder zurück in Baku. Ich eilte dann schnell noch zur Abschiedsparty von zwei Baskinnen. Dort traf ich dann u.a. noch Bastian; wir saßen Ende Dezember zufällig im gleichen Flugzeug bei unserer Anreise nach Baku.

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